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Ende März 2011 - es geht gleich los!

Saisonstart 2011

 

Liebe Freunde des Johanneshofes!

Nachdem die Saison 2010 Ende Oktober beendet war führte uns zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Gartenwirtschaft und des Hofladens der Betriebsausflug ganz standesgemäß in unsere schöne Hauptstadt Berlin. Da die deutsche Bahn etwa doppelt so teuer anbot als "AirBerlin" holten uns die Jahnkes aus Hockenheim mit dem großen Bus ab und auf ging's nach Frankfurt zum Flughafen. 68 schnatternde Johanneshöfler, mehr oder weniger abgespannt von den Strapazen der Saison überfielen denn auch Terminal 2. Die freundlichen Flugbegleiterinnen (auch der einzig männliche Flugbegleiter bekam ganz schnell von allen das Prädikat der Weiblichkeit - so schön hat er sich bewegt ;-) ) verteilten Nüsschen und Schokolädchen und - kein Mensch weiß warum - Tomatensaft ! Liebe Leser, fassungslos und von seiner Menschenkenntnis vollkommen im Stich gelassen, sah der Autor dieser Zeilen mit an, wie bekennende Genießer "Tomatensaft" tranken. Mit Pfeffer !!! Wieso um Himmels willen werden bei Flugreisen Tomatensäfte getrunken. Niemand in diesem gesegneten Land käme auf die Idee und würde Tomatensaft im Lokal ordern und wenn, dann nur jenen, den wir gerne über Nudeln kippen!!! Sobald man jedoch die Bodenhaftung verliert, so scheint es verliert man auch den guten Geschmack. Zugegeben - als Cocktail mag die Brühe -in düsteren Stunden- akzeptabel sein, aber im Flugzeug ?! Auch in den Gesichtern der Stewardessen war indes keinerlei Gefühlsregung abzulesen. Als wäre es das natürlichste der Welt. Kein Zucken um die Mundwinkel, die einen unterdrückten Lachanfall verraten hätten, kein Blick der Abscheu. Nein: "Mit Pfeffer?!" wurde die Frage insgesamt vier Mal gestellt. Vier unserer Mitarbeiter tranken Tomatensaft und allesamt mit Pfeffer. Das Entsetzen wich dem Misstrauen und bis heute sind mir diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen suspekt. Mir schien auch während des gesamten Ausfluges so, dass den Paradeisersaftsubjekten eine etwas blasse Haut und verminderte Reaktionsfähigkeit gemein wären. Nun - die Tomatensafttrinker werden jedenfalls unter Beobachtung bleiben. Vielleicht bestellen Sie beim nächsten Mal Blumenkohlsaft mit Paprikapulver oder sowas......

Wie auch immer-die Hauptstadt begrüßte uns mit kaltem, trockenen Wetter und ein launiger Busfahrer mit Berliner Schnauze chauffierte die frohe Schar in Richtung Alexanderplatz wo wir im riesigen ParkInn-Hotel Quartier bezogen. Wie es sich gehört logierte die Chefität im dritten Stock während die jüngsten Herrschaften im 18.ten Stockwerk den Blick über die Metropole genießen durften. Ein kurzweiliges Programm versüßte uns die folgenden Tage und wir waren alle sehr froh. Nun - so waren wir also in Berlin gelandet. Sie können sich, geneigter Leser sicher vorstellen wie schön es ist einer Gruppe von knapp 70 Personen im Alter von gefühlten 7 bis 105 Jahren vorzustehen, die erwartungsfroh in Berlin steht. Nachdem die Zimmer verteilt waren, wurden wir vom Direktor des Hauses persönlich empfangen. Hierzu muss man wissen, dass die kleine Herberge über etwa 1000 Zimmer verfügt. So war die Ehre groß als uns der österreichische Direktor zu einem Begrüßungscocktail einlud. Alle waren glücklich und schlürften an ihren fruchtigen Drinks. Keiner wagte es indes einen Tomatensaftcocktail namens blutige Maria zu bestellen. Das wäre das betriebliche Todesurteil gewesen.

Auf Haralds Frage an die Mitarbeiter wie denn die Zimmer so seien wurde höflich geantwortet diese seien modern und groß. Sensibel wie unser Gastwirt nun mal ist hörte er eine kleine Einschränkung heraus. Ein offensichtlich der Welt abhanden gekommener Designer hatte sich an der Konzeption der Zimmer verlustiert und sich, vermutlich in von etwas Marihuana geförderter Kreativitätsphase einen psychisch labilen Architekten zu Seite geholt. Beide lagen offensichtlich fernab aller Berührungsängste champagnersaufend in einem Whirlpool und planten lustvoll, jeglichen Schamgefühls beraubt die sanitären Anlagen des ansonsten wirklich sehr gelungenen Hotels. Na gut - ich beschreibe Ihnen die Situation. Das WC und die Dusche bestehen aus zwei getrennten Räumen an der zum Flur gelegenen Wand des Raumes. Gegenüber das Doppelbett. Hier gibt es eine schicke Milchglastür, die die Orte intimen Daseins vom Schlafzimmer trennen. Nicht genug damit dass der im Volksmund eigentlich als stille Räumlichkeit zitiere Ort wohl eher vom Planer der Berliner Philharmonie, als von einem Schallschutzexperten konzipiert wurde - nein - die Türe verschloss immer nur einen Raum. Also entweder WC oder Dusche. Dieser Umstand allein ist ja noch akzeptabel. Aber stellen Sie sich nun vor: Milchglas gab es nur in wenigen Räumen. In den meisten Zimmern wurde Klarglas verbaut. Bei einem Paar, das vielleicht nicht erst seit 4 Wochen ein Bett teilt hat der Gedanke an den auf dem Töpfchen sitzenden Partner nichts Befremdliches. Sie können sich aber ausmalen (müssen es nicht !) wie schön es ist wenn der oder die Kollegin gezwungenermaßen die Teilnahme am unrühmlichen Ende der mittäglichen Dönermahlzeit geräusch- und duftvoll zelebriert. Wie auch immer - nach diesem Betriebsausflug waren sich manche Kollegen nicht mehr fremd und so hat alles seine positive Seite.

Von der Sanitäranimation des Hotels beflügelt stürzten wir uns alle ins Berliner Nachtleben. Die höchst illustre Reisegruppe aus der Kurpfalz schwankte in der Zahl der vermissten Personen immer in einem Bereich zwischen 5 und 10. Johanneshof-Betriebsausflüge -müssen Sie wissen- haben die Eigenschaft, dass es nur einen festen Programmpunkt gibt: Das samstagabendliche Captains-Dinner zu dem chic und pünktlich erschienen wird. Man betrinkt sich sofort um die wortreiche Rede des Chefs leichter zu ertragen und freut sich aufs mehrgängige Menü und den Moment wenn der Dicke das Jackett auszieht und mit glasigen Rossaugen traditionell auf seine geliebte Republik anstößt. Ab da wird's dann lustig. Ansonsten kann beim Ausflug jeder tun und lassen was er möchte.

Einem besonders von unseren vielen jungen Mitarbeitern mit großer Freude entgegengefieberten Programmpunkt stellte der Besuch des Techno-Clubs "Tresor" dar. Hier konnten die guten Verbindungen unserer Küchencrew zur Hauptstadtszene erwirken, dass eine Ausnahme gemacht wurde und auch eine "Gruppe" die Gnade des gestrengen Türstehers fand. Chef Harald ist nicht nur in Personalkreisen als Freund klassischer Musik bekannt und so fanden es alle eine besonders gute Idee ihn dazu zu überreden in den Techno-Club mitzugehen. Allein schon der ungünstigen Öffnungszeiten wegen(ab 0.00 Uhr) schien dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Aber - man staunte nicht schlecht als der alte Esel vor dem King-Kong-Türsteher stand und Einlass begehrte. ("begahr" wäre auch ein schönes Wort...) Schon an der "Garderobe" konnte die feierfreudige Schar den Rhythmus der Techno-Klänge in sich aufnehmen. Skeptisch betrat die gewichtige Geschäftsleitung den Tempel jugendlicher Entspannung. Und siehe da...der laute Klang erfasste auch ihn. Nach und nach wurde der Klassik Freund mitgenommen von dieser besonderen Musik. Als würde sie einen urmenschlichen Rhythmus wecken hieß es plötzlich nicht "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" sondern "Drei Zentner im Zweivierteltakt" Im Gewusel unserer schönen Hauptstadt verlustierten wir uns wie sie sehen können zum 20-jährigen Jubiläum unserer Gartenwirtschaft und des Hofladens gebührend. Am Ende spuckte die große Stadt auch alle Vermissten auf den Flughafen-Tegel und so flogen wir glücklich und sehr müde wieder heim. Tomatensaft inklusive.

Im Dezember verwöhnten wir unsere Gäste mit 12-gängigen Menüs, tollen zünftigen Weihnachtsfeiern und einer richtig schönen Menüauswahl. Für unsere Auszubildenden im Restaurantfach eine gute Gelegenheit Ihr Können in einem anderen Rahmen unter Beweis zu stellen.

Die ruhige Zeit nutzte der Herr Hofbauer Johannes (vom gleichnamigen Hof) um seine Traubenfarm in Südafrika wieder auf Vordermann zu bringen. ;-) Das Gerücht er hätte dort eine Tafeltraubenfarm hält sich erstaunlicherweise weiterhin hartnäckig - um Trauben hat er sich jedoch nur in vergorener Form gekümmert. Gerne fördert der Autor hiermit dieses Gerücht mit diabolischer Freude bei den unaufmerksamen Lesern. Während Harald und Molli jeden Abend zuhause frierend und eng aneinandergekuschelt vor einem dürren ums Überleben kämpfenden Lagerfeuer saßen schrieb Herr Hofbauer widerliche SMS und beschrieb in kitschigster Weise Szenarien unglaublicher Dekadenz.Kostprobe gefällig?!

Szene: Harald und Hofhündin Molli wärmen sich in der kahlen, winterlichen Stube mit etwas verdünntem, alkoholfreiem Punsch. Eine späte Kurznachricht ereilt die beiden wintersedierten Wesen:

"Sonnenuntergang bei 24 Grad und laues Lüftchen. Trinke Chenin Blanc auf der Panorama-Terrasse, (Blick aufs Meer !), hab grad an Euch gedacht, oh schon kommt die Vorspeise.Wow! Bis Bald Johannes"

Antwort Harald: " Kuhranzennacht bei minus 1 Grad, Schneeregen und windig. Sitze mit Molli die gerade stinkend aus Nachbars Kuhstall vom Neujahrsempfang kam vorm Fernseher, schaue dummes Zeug, nagen an einem alten, aufgetauten Käseknacker mit abgelaufenen Senf, sowie altem, aufgetauten Brot und wir hassen Dich. Harald und Molli"

Manchmal, wenn Haralds Herz und Seele von einem feinen Weinchen gewärmt wurden fielen die Antworten wohlwollender aus ;-)

An dieser Stelle sei nun aber eine Lanze für unseren Johannes gebrochen. Er ist wirklich ein fleißiger Geist hier auf dem Hof und die vier Wochen echten Urlaubs im Jahr sind ihm wohl vergönnt.

So ging der kalte Jahresbeginn seinen gewohnten Gang. Eine Woche Skiurlaub im geliebten Allgäu sollte auch Harald entspannen. Gerne wurde dabei die wärmste Woche des Februars 2011 ausgesucht.16 + Grad zum Skifahren ist perfekt :-( aber so konnte er wenigstens sein prachtvolles Antlitz in die vorfrühlingshafte Sonne recken und von Südafrika träumen.

Im Märzen sind Landwirte ja bekanntermaßen besonders fleißig und spannen Ihre Rösslein ein. Unsere Rösslein sind schon sehr betagt, heißen John Deere und Renault, sind von der Rasse der Traktorianer und springen natürlich erst mal nicht - an. Da helfen weder Peitsche noch Hafer und schon gar keine unchristlichen Flüche. So ruhten die Felder noch einen Tag länger und ganz nach dem Motto: Blinder Eifer schadet nur, nutzten wir die noch ruhige Zeit um uns ganz viel Arbeit auszudenken. Dies gelang uns sehr gut und so wurde im Gästehaus frisch gestrichen und die Gartenwirtschaft bekam im gesamten Küchenbereich einen wunderbaren neuen Boden. Hierzu musste alles ausgeräumt werden und unsere Azubis schnappten vor Freude schier über als Sie, den großen Brotbackofen auf der Schulter Haralds alten Schlachtruf: "Alle, alles schneller" vernahmen. Im Märzen der Gastwirt die Azubis einspannt ... Aber unsere Auszubildenden sind nicht nur fleißige Möbelpacker, sondern haben einen richtig guten Plan entworfen wie wir noch schneller, noch effektiver und noch besser bewirten können. Mit großem Engagement und richtig guten Ideen haben die Beiden unsere Räumlichkeiten umstrukturiert, Wege verkürzt und Arbeitsabläufe optimiert. Mit Freude wurden fast alle Vorschläge verwirklicht. Desweiteren betraute Harald die engagierten Restaurantfachleute in spe mit der Organisation und Durchführung einer Blindweinprobe. Um Missverständnissen zuvorzukommen: Wir haben keinen Wein getrunken der Blind macht, sondern diesen probiert ohne zu wissen, was verkostet wird. Eine illustre Schar aus Weinfachleuten und ortsbekannten Schnapsdrosseln versammelte sich gerne und versuchte 68 ! Weine. Esch war ein groscher Erfolch un schi werden schehen *hicks* wasch fühhr schuuuuperrrr Woine mir auf da Katt haawwe dies Joahr !!

Noch einige Wochen vor der Weinprobe kam es zu einer folgenschweren Schnapsprobe im schönen Kappelrodeck bei Achern, das wiederum zwischen Offenburg und Baden- Baden liegt. Die bei Edel-Schnapsnasen wie Gourmets gleichermaßen bekannte Brennerei Emil Scheibel ist wirklich beeindruckend. So reisten wir mit zwei VW-Bussen in den Nordschwarzwald. Da Harald ja naturgemäß nicht einfach nur was probieren mag, sondern auch noch ein bisschen drumherum braucht, wurde auch noch ein volkstümlicher Abend in "Vollmers Mühle" in Seebach veranstaltet. Sehr gediegen und elegant begann die Führung durch die Brennerei Scheibel.Zunächst wurde etwas Rosenlikör mit Sekt gereicht. Mhhhhh - liebe Gäste Sie werden das in dieser Saison probieren können. Richtig gut. Verkaufsleiterin Regina S.(Name v.d.Red. geändert) begrüßte uns zusammen mit dem Vertriebschef im altehrwürdigen Gebäude. Die 12-köpfige Schar lernte einiges über die Kunst des Schnapsbrennens und überzeugte sich von der wirklich guten Qualität der Scheibel'schen Produkte mittels diverser Kostproben. Harald - bekannt für seine bescheiden, zurückhaltende Art differenzierte nur ungenügend zwischen Schnaps- und Weinprobe. Nun - nachdem alles probiert war wurden wir noch in den schönen Konferenzraum der Edelbrennerei geführt und stärkten uns mit Kaffee und Hefezopf (mit gaaanz viel Buttrrrr würde Frau Kächele-gotthabsieselig- sagen). Manche unter Ihnen, so auch Harald S. (Name v.d.Red.geändert) probierte mutig weiter feinste Kreszenzen und rief stets freudig -Ironie des Schicksals- : "Zum Wohl !" - tja, so kann man sich täuschen. In bereits bester Laune wurde zum Abendbrot in die "Mühle" gefahren. Dort erwartete uns ein Brauchtumsabend der besonderen Art. Ein dickbebrillter, vollbärtiger Schwarzwälder berichtete uns im Heimatmuseum, das gleichzeitig auch als Gastwirtschaft dient eifrig über die forstwirtschaftlichen Verhältnisse des hiesigen Waldes. Den prozentualen Anteil den das Land Baden-Württemberg am sehr großen Seebacher Wald hat kann der Autor nun nicht mehr exakt wiedergeben aber es war interessant. Noch spannender war denn auch die Tatsache dass es noch vier Zimmereien vor Ort gibt. Naja, bei so viel Wald...... Wie auch immer - das Programm war wirklich lustig und netterweise war Regina S. besagte Dame aus besagter Brennerei mit einer Magnum Flasche "Altes Pflümle" angerückt. Richtig gefallen hat uns dann die Möglichkeit unsere Butter selbst zu stampfen und zu schlagen.Das machte Spaß und die Butter schmeckte phantastisch. Anschließend durfte Harald das was er am Besten kann: Spinnen. An einem Spinnrad wurde Wolle gesponnen und jeder war mal dran. Ein zünftiges Abendessen, begleitet von korrespondierendem Schnaps erhellte uns sehr. Thomas, ein junger Praktikant aus Brasilien (wir nannten in praktischerweise "Samba") war begeistert vom lustigen Treiben und dem unerwartet ausgelassenen Charakter der vor Ort befindlichen Eingeborenen. Vermutlich fühlte sich der Ärmste bei den Klängen des im Hintergrund bemüht agierenden Ziehharmonika Spielers in allen Klischees über deutsche Gemütlichkeit bestätigt. Ach wäre er nur im Techno Club dabei gewesen..... Spätestens als Harald für Regina S. mit den Worten "Redschiiiieee - du bisch echt in Ordnung" noch ein Gläschen altes Pflümle einschenkte (einschank wäre auch wieder ein nettes Wort) war jegliches, geschäftliches Softeis gebrochen. Und so, liebe Gäste und Leser kommt es, dass es ab der Saison 2011 die guten Scheibel Brände auf dem Johanneshof gibt. Im Ausschank, wie auch in den Läden.

Wenn man die obigen Zeilen so liest könnte man annehmen die Saufen nur den ganzen Winter. Aber mitnichten liebe Freunde des Hauses. Im Großen und Ganzen waren wir wie immer ganz schön brav und Sie werden sehen, niemand ist vom Fleisch gefallen.

Der Autor dieser Zeilen sitzt gerade mitten in einem schönen Open-Air-Konzert. Es wird die Frühlingsoper gespielt. Amsel, Drossel, Fink und Star sind die Protagonisten. Der Chor besteht aus der ganzen Vogelschar. Sie kehren alle zurück von einer langen Reise - so die Geschichte. Sind froh wieder hier zu sein und bereiten sich auf die Zeit in ihrer Sommerresidenz vor. Es handelt von fleißigen Tieren, die sich Häuser kunstvoll bauen und Familien gründen. Das Bühnenbild ist farbenfroh und wechselt täglich, die Lichttechnik ist raffiniert und heute wurde zur großen Schlussarie, ein wunderbarer Sonnenuntergang angekündigt. Ganz leise klingt die Oper aus. Jeden Tag. Das Publikum ist froh und ist täglich mittendrin. Vielleicht ist es die Gewohnheit, dass der Applaus manchmal sehr dürftig ausfällt. Den Künstlern macht das nichts. Sie treten jeden Tag auf für sich selbst und sie wissen, dass Sie ein Teil des Ganzen sind und das Publikum ist es auch. In diesem Sinne - sparen Sie nicht mit Applaus, auch wenn es scheinbar immer dasselbe Stück ist, so erkennen Sie wieder neue Nuancen. Wie bei einem guten Film den man immer wieder sehen kann.

Schön ist der stille Applaus, der nicht mit den Händen sondern mit dem Herzen gespendet wird. Der der ihn spendet füllt dabei sein Herz.

So grüßt Sie freudig, offensichtlich von Frühlingsgefühlen überwältigt und "Da Capo" rufend Ihr

Harald

und Amsel, Drossel, Molli, Fink und Star ………….

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