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In geheimer Mission "Down Under"
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Gartenwirtschaft Montag und Dienstag -Ruhetag (unumstößlich und ganz ausnahmslos ;-) ...mehr
Johanneshof went South Africa....
Tätärätääää!! Leidies änd Tschentlemen wie praudli present auer nju disch: Se...mehr
Himbeeren Selbstpflücken !
Täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr noch den ganzen September ! Die Königin der Beerenfrüchte lockt Ihre...mehr
16.Mai 2010
Von verschmusten Hundedamen, Robotern und Kängurus in Lederhosen......
Liebe Gäste und Freunde unseres Johanneshofes, verehrte Gemeinde ;-)
In der Gaststube seines Lieblingslokales, das er normalerweise nur im Winter besuchen kann, ist der Autor des diesjährigen Saisonstartrundbriefes umgeben von zwei reizenden Gastgebern. Es ist Freitag, der 14.Mai 2010 um 15.00 Uhr, in der Küche bereitet die begnadete Küchenchefin all das kulinarisch Faszinierende vor, das ihr Partner am Abend mit launiger Gastfreundschaft an die genussfreudigen Menschen servieren wird. Betört von seinem Tischarrangement bestehend aus einem dichten Schokoladenkuchen, einem tollen Aperitif, Spritz genannt, sowie von einem hellroten Rosensträusslein, das im Kerzenschein fast ein wenig zu kokettieren scheint, sitzt er also da, der dicke Wirt. 40 Kilometer von Zuhause entfernt am Rande des lauschigen Weinortes Sankt Martin in der Pfalz. Wer den Johanneshofschen „Wir empfehlen“- Button schon einmal angeklickt hat, weiß jetzt auch, wo er sich versteckt hält. Aber wie kommt es, dass sich der sonst fast immer zu Hofe weilende Patrone Freitag nachmittags in die Rolle des Gastes begibt ?! Nun – was anderen Menschen Aschewolken, sind einem Gartenwirtschaftsbesitzer die Eisheiligen.Leider erscheinen Letztere mit ihren meteorologischen Begleitumständen mehr oder weniger zuverlässig aber auf jeden Fall jährlich. Es scheinen sich jedoch im Jahre 2010 zu den klassischen Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der kalten Sophie,……. noch der heilige Nikolaus zu gesellen und auch der normalerweise am 11.November geehrte heilige Martin will offensichtlich Anfang Mai mal wichtig tun. Da die ehemals hervorragenden Verbindungen unseres lieben Harald nach oben nicht mehr allzu eng sind, fordert er hiermit auch im Namen aller Leser dieses Briefes und der gesamten Gäste- und Mitarbeiterschar des Johanneshofes die Herr- und Frauschaften im Himmel auf, sich zu besinnen und den Prokuristen fürs Wetterwesen, den heiligen Petrus, daran zu erinnern, dass es auch in der Kurpfalz jetzt schon Mitte Mai ist und wir gerne nun nach dem langen Winter unsere zugegebenermaßen vergleichsweise unwürdigen Schnauzen voll haben vom schlechten Wetter. Wir bitten Euch, erhöret uns und versprechen dafür auch weiterhin brave Leut‘ zu sein.
Also – auch Wirte müssen mal Gäste sein und so nutze ich die Zeit bis zum wollüstigen Abendmahle mit dem Verfassen dieser Zeilen.
Was ist denn so alles passiert zu Hofe, seit die Saison 2009 am 31. Oktober beendet wurde ?!
Bedingt durch die nun geschlossene Pergola – unserem Gastraum, die ja eigentlich keine Pergola aber auch weder Veranda, noch ein Wintergarten ist (was ist sie denn nun, liebe Leser?! Haben Sie eine passende Bezeichnung?), hatten wir im Dezember einige sehr schöne lauschige Weihnachtsfeiern und TafelGedichte. André’s Kochkunst glänzte mit den roten Backen des Chefs um die Wette und unser Kaminofen verlieh dem Johanneshof einen ungewohnten und sehr gemütlichen Charme.
Hofhündin Molly, von der gleich noch mehr die Rede sein wird, freute sich über die verstärkte Zuwendung, die sie in der „Off-Season“ erfahren durfte.
Harald feierte Anfang Dezember seinen 1. Geburtstag nach der schweren Operation mittels eines rauschenden Festes in besagtem Lokal in St. Martin mit seinen liebsten Freunden. Da er nicht viele hat, war das Lokal auch komplett voll und nach seinem wie gewohnt etwas dick aufgetragenem Motto, dass Gastlichkeit die Kultur der Seele sei, wurde die Feier denn auch zu seinem ganz persönlichen kulturellen Höhepunkt des Jahres ;-)
Weihnachten war dieses Mal wegen der bevorstehenden Reise recht kurz ausgefallen. Wir überlegten, Hofhündin Molly einen Schmusomat zu schenken, schließlich haben wir einen Freund, der Roboter vertreibt. Da Mollys hauptsächlicher Lebenszweck neben dem Erlegen und hastigen Verzehren von Hundefutter darin besteht, ihr schönes helles Fell zur Bestreichelung feilzubieten, wäre dies ein wunderbares Weihnachtsgeschenk gewesen. Aber weder unser lieber Freund, noch die Firma Google konnte uns weiterhelfen. So bleibt es denn bei echter Handarbeit, wenn es darum geht, unser Mollinchen zu kraulen, was vielleicht ja auch besser so ist.
Am 25.Dezember flog Harald zusammen mit seinem lieben Freund und Mitarbeiter Markus ans andere Ende der Welt. Bedingt durch seine Überbreite musste die Business-Class gewählt werden, die allerdings bei Malaysia Airlines zusammen mit einer hervorragend schnellen Verbindung nach Sydney auch preislich höchst angenehm war. Als sehr ungeschickt erwies sich jedoch die Auswahl der Reisegarderobe in Form eines zwar bequemen aber blütenweisen Oberhemdes angesichts des malayischen Saté-Spiesschen in reichlich rötlicher Erdnusssosse, die bereits über Prag von den liebenswerten Flugbegleiterinnen gelächelt ähm gereicht wurden. Nachdem es auch noch eine Zwischenlandung in Kuala Lumpur gab, wurden insgesamt 4 Mal Soßenspießchen gereicht. In Sydney angekommen wurde Harald noch am Flughafen von der vollschlanken Mietwagenservicestationsmitarbeiterin Sandy charmanterweise gefragt, ob die Bordverpflegung gut geschmeckt hätte. Mrs. Sandy vermied es auch nicht, den schon in Deutschland nicht gerade glücklich klingenden Familiennamen Haralds laut auszusprechen und als „cute“ also „niedlich“ zu bezeichnen. Harald verzichtete denn darauf die Geschichte zu erzählen, dass sein Nachname „Schlumpp“ auf Englisch ausgesprochen in Deutsch eine interessante Bedeutung erlangt. Wäre das Eterna-Hemd noch strahlend weiß gewesen, hätte er es sich vielleicht getraut. Aber so konnte der Schuss auch nach hinten los gehen. Nun-eine kleine Genugtuung war der Nachname der Herrin über die Fahrzeuge, die das Lenkrad auf der falschen Seite haben. Mrs. Sandy Brummer – in Englisch sicher ein harmloser Name. In Verbindung mit Ihrem etwas eng sitzenden Uniförmchen jedoch gerade richtig für Haralds Rachegelüste. Sandy Brummer ! HA ! Und da findet sie „Schlumpp“ witzig ! Wie auch immer - erst in der guten heimischen Miele-Maschine konnten mit Hilfe diverser chemischer Helfer die Spuren der langen Reise endgültig getilgt werden. Zweck der Reise war nicht nur Urlaub. Nein – es sollte eine große Überraschung werden, von der die Leser der Hockenheimer Zeitung am 4. Januar dann ausführlich berichtet bekamen. 5 reisefreudige Servicemitarbeiterinnen aus der Gartenwirtschaft wurden in Sydney von Harald und Markus überrascht. Die 6.te war konspirative Kontaktperson und Sie können sich die Gesichter der Mädels vorstellen, als sie kurz vor Silvester Ihren mit Grußpaketen der heimwehgeplagten Eltern bepackten Chef und Kollegen im Park entdeckten. Schä wars!!! Den Zeitungsartikel mit schönem Touristenbild finden sie ab Montagnachmittag auf unserer Website in der Frische-Box.
Wieder zuhause wurden die Weltenbummler von üblem Jetlag geplagt. So konnte Harald endlich einmal sehen, was des Nächtens in unserem deutschen Fernsehsumpf gesendet wird. Ständig säuseln einem leicht bekleidete und vollkommen überschminkte Damen ein „Ruf mich an !“ ins Ohr und schauen dabei ungerührt, als würden ihnen die entglittenen Gesichtszüge des übermüdeten Wirtes keine Spur des Mitleides entlocken. Auf anderen Kanälen räsoniert man mit Fachleuten namens Britt darüber, dass die deutsche Gesellschaft gar schrecklich mit Ihren sozial benachteiligten Menschen umgeht, vor allem wenn sie bekennende Fauleier sind. Man befindet es als Unverschämtheit, dass man genötigt wird, bei den geldgebenden Behörden die Bedürftigkeit rechtfertigen zu müssen und sogar – der Gipfel der Unverschämtheit: regelmäßig vorsprechen soll. Man könnte doch auch nur eine SMS aufm sozialamtsgesponserten Iphone verfassen um mitzuteilen dass man noch lebt und was man noch alles brauchen würde.(Wohlgemerkt spricht der Autor über bekennende arbeitsscheue Mitbürger)
Einmal umgeschaltet wird gerade versucht , Licht ins Dunkel eines recht unübersichtlichen, dafür umso triebhafteren Beziehungsgeflechtes zu bringen. Das Geflecht hier zu entwirren würde den ohnehin schon vollen Rahmen sprengen, obwohl es durchaus schockierend wäre. Der von der Zeitumstellung Gepeinigte schaltet also – nach Einnahme eines ausgiebigen Melissenvollbades gegen 3 Uhr morgens voller Schlafhoffnung weiterhin an lasziv hauchenden Nutten und grausligen Muskelprotzen, die alle mit Vornamen Gay heißen vorbei zu einer Talkshow in der die Schuldigen der Finanzmisere gesucht werden. Obwohl sie da ja saßen (es waren zwei Herren, sogenannte Anlageberater großer Fondsunternehmen anwesend, denen bezeichnenderweise keine Reue oder gar Schuldbewusstsein anzumerken war) kam man zu keinem abschließenden Ergebnis – Gott sei Dank.
Endlich Ruhe fand die Seele des Entrhytmeten wie so oft beim Bayrischen Fernsehen: Schöne Zugverbindungen dieser Erde oder so ähnlich heißt die spannende Sendung und Harald fuhr im Führerstand einer Lokomotive mit von München nach was weiß ich wo…. Nichts als Gleise und Landschaften. Holder Schlaf komm herbei – bereits irgendwo bei Rosenheim holte erlösender Schlaf den Erschöpften heim in sein Reich, wo er von in Lederhosen hoppelnden und Flammkuchen servierenden Kängurus und auf dem Nussbaum sitzenden Koalas träumte…. Es lebe der öffentlich-rechtliche Langweilrundfunk. Sie müssen sich das mal ansehen, wenn sie nicht schlafen können….
Eher zufällig bekam dann unsere Molly doch noch eine wunderbare Gefährtin zur Seite, mit der sie vom ersten Moment an eine recht spezielle Freundschaft verband. Karin – unser Staubsauger-Roboter. Ja – sie haben richtig gelesen. In unserer Pergola, die keine mehr ist, tut seit Anfang 2010 ein kleines Ufo gar wunderliche Dienste. Es bürstet und saugt und ist mit einem unermüdlichen Fleiß gesegnet - ganz und gar selbstständig (nach neuer Rechtschreibung wieder mit zwei „st“ –was ein Graus). Molly – zunächst begeisterte Begleiterin Karins vor allem unter alle Tische(wahrscheinlich in Sorge, dass Karin noch vor ihr einen heruntergefallenen Wurstzipfel aufsaugen könnte) hat sich nun von ihrer rührigen Freundin distanziert, nachdem es zu einem ungeheuerlichen Zwischenfall kam. Karin fuhr der schnarchenden Hundedame über den ebenfalls ruhenden Schweif und zog eine graue Bürstenspur ins schicke cremefarbene Haarkleid der mit verhängnisvoller Verspätung erwachenden Labrador-Dame. Die Bürste war wieder sauber und der vornehme Schwanz beschmutzt. Eine schwere Belastung für das Verhältnis der Beiden. Inzwischen wird Karin, die sich anschickte, die Busenfreundin Mollys zu werden, nur noch aus gebührender Distanz gewürdigt. Kürzlich passierte es, dass die Türe zum Garten offen war und Karin – wie es sich für einen dienstbeflissenen und freiheitsliebenden Roboter gehört, fuhr hinaus in den Garten, den langen Weg entlang, bis sie sich im Rindenmulch beim Spielplatz deutlich übernahm. Mollys entsetzter Blick in Haralds Richtung und dann wieder auf den kleinen Sauger sprach Bände ! Wäre Molly ein Mensch, hätte sie den Kopf geschüttelt und wäre Karin einer, wäre ihr Gehäuse wohl rot angelaufen.
Auf jeden Fall lieber Leser, sollten Sie sich so ein Ding unbedingt mal anschauen. Ausnahmsweise also an dieser Stelle eine kleiner Werbeblock: www.robotstore.de Unsere Karin heißt in der realen Welt: Roomba 560 und hört sicher in Ihrem Haushalt auch auf einen anderen Namen. Vielleicht den des grantigen Onkels oder der geliebten Schwiegermama. Wir haben Ihr oder ihm den Namen einer Dame gegeben, deren Wohlklänge intellektueller Sinfonien noch lange in den Hallen des Johanneshofes nachklingen werden.
Ein weiterer Höhepunkt des noch jungen Jahres war die schöne Weinmesse „Pro Wein“ in Düsseldorf. In sieben Hallen werden Weine aus aller Welt feilgeboten. Harald reichte jedoch eine Halle, um ein ausgiebiges Bad in deutschem Rebensaft ums genauer zu sagen in pfälzer und badischen Kreszenzen zu nehmen. Doch zu viel des Guten ist ja bekanntlich schädlich und deshalb wurde der Abschluss in einer urigen Hausbrauerei bei grässlichem Altbier gemacht. *hicks* Der Autor bricht hiermit eine Lanze fürs Kölsch und begibt sich damit auf diplomatisches Glatteis. Da unser Einzugsgebiet die Metropolregion Rhein-Neckar ist, wird es wohl nur zu ein bis zwei entrüsteten Emails aus der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt kommen.
Vom THW (Technisches Hilfswerk) wurde Harald denn ins verkehrsgünstig gelegene und von einem wirklich sehr netten Menschen geleiteten Swissotel-Düsseldorf gebracht, wo er sich zwei Tage lang davon überzeugen konnte, dass eine gute Geschäftsleitung zu professionellen und liebenswerten Mitarbeitern führt.
Die Betriebsversammlung des Johanneshofes erreichte in diesem Jahr derartige Ausmaße, dass die Pergola (die wie Sie wissen keine mehr ist ;-) ) aus allen Nähten platzte. Viele neue Bewerber stellten sich vor und das Ergebnis konnten einige von Ihnen ja schon sehen. Es sind wieder neue Gesichter zu sehen auf dem Johanneshof. So ist das eben, wenn Studien beendet sind oder in ferne Städte verlegt werden. Dann heißt es immer wieder Abschied nehmen.
Und jetzt heißt es aber auf besseres Wetter warten – obwohl man ja auch in unserer wintergärtlichen Pergolenveranda ganz nett sitzt, wenns kühler ist.
Ach – ja ! Wir haben schon die Flaggen gehisst. In großer Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft im von uns allen so sehr geschätzten Südafrika zeigen wir schon mal Flagge. Wenn Sie also zum Hof fahren, werden Sie die nächsten Wochen mit einer deutschen Fahne( für unsere Stammesgemeinschaft), einer südafrikanischen Fahne (für unsere Freunde ganz weit im Süden) und mit einer Europafahne (aus Mitleid und Verzweiflung ;-) ) empfangen.
Als begeisterte Südafrika Reisende freuen wir uns sehr, dass dieses mit seinen vielen gesellschaftlichen und politischen Problemen bewundernswert umgehende Land die Möglichkeit bekommt über den Sport besser zusammenzuwachsen. Wir drücken alle sehr die Daumen, dass es auch wirklich gelingt.
In diesem Sinne grüßt Sie die ganze Johanneshof – Schar und allen voran:
Johannes Härdle, Harald Schlumpp –Brummer und natürlich Mollymaus mit Karin
P.S. Ach ja - es gibt viel Neues in dieser Saison - aber das ist ja nicht so wichtig ;-) Sie können sich ja selbst davon überzeugen ! Die Öffnungszeiten sind jedenfalls geblieben und wir freuen uns auf Sie !
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Impressum:
Schlumpp/Härdle GbR
Vetretungsberechtigte Gesellschafter:
Harald Schlumpp & Johannes Härdle
Landwirtschaft & Obstbau
Stadtladen - Hofladen
Gartenwirtschaft - Gästehaus
Seewaldsiedlung 5
68766 Hockenheim
Telefon 06205 5621
Fax 06205 100789
johanneshof@aol.com
www.johanneshof.de
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